Geschichte

Vergis es Zytli Louf und Hascht

Das heutige Familienunternehmen verdankt sein Entstehen einer wagemutigen jungen Frau, die allen Hindernissen zum Trotz ihren Traum von einer eigenen Pension verwirklichte.
Elise Hirsig (1876 – 1967) war tief beeindruckt vom Liebreiz und von der landschaftlichen Schönheit des Haslitals, so dass sie ohne zu Zögern das elterliche Gut in der Westschweiz hinter sich liess.
Hasliberg in dieser Zeit bedeutete für Elise Hirsig: keine Elektrizität, Anreise mit dem Ruderboot über den Brienzersee, weiter mit der Pferdekutsche und zuletzt noch ein Ritt auf dem Rücken eines Esels.

 

 

Bis zur Eröffnung der Pension 1906 war harte Arbeit und viel Idealismus nötig. 1908 verheiratete sich Elise Hirsig mit Gottlieb Hirsig (1873 – 1922) einem weitentfernten Verwandten aus Argentinien. Die folgenden Jahre waren bestimmt durch den harten Arbeitsalltag eines Hotels, an welchem auch die drei Kinder Samuel, Marie und Johann Friedrich rege teilnahmen.

 

 

Cher in mach Rascht

Auf die Anfänge des Tourismus auf dem Hasliberg folgten schwierige Jahre, die vom ersten Weltkrieg, dem plötzlichen Tod des Mannes, Krisenzeit der 30er Jahre und dem zweiten Weltkrieg geprägt waren. Nur Elises Mut, ihr Durchhaltewille und der starke Zusammenhalt der Familie ermöglichten ein Weiterbestehen des Gletscherblicks.
Nachdem Samuel und Marie den elterlichen Betrieb verlassen hatten, blieb nur noch Johann Friedrich übrig um den Betrieb weiterzuführen, der zusammen mit seiner Frau Frida ab 1944 den Gletscherblick übernahm. Die fünf Kinder Johannes, Anneliese, Rosine, Christine und Peter mussten Ihre Eltern mit den Gästen teilen, schlossen aber auch viele Freundschaften mit Gästen aus aller Welt, die zum Teil noch bis heute andauern.

 

 

Die Zahl der Gäste stieg jährlich an, so dass es 1954 eine Zentralheizung gebaut und alle Zimmer mit fliessendem Wasser versehen werden konnten. Dies ermöglichte neu den Betrieb auch im Winter offen zu halten. Durch den Bau der Gondelbahn 1959 wurde der Hasliberg auch zu einem atraktiven Wintersportort. Wie schon 1964 mit dem „Neubau“ von zwölf Doppelzimmern wurde auch 2004 die ursprüngliche Pension den neuen Bedürfnissen angepasst. Unter Leitung der dritten Generation wurden neu acht Eigentumswohnungen eingebaut und eine moderne Hotelküche im Erdgeschoss erstellt.

 

 

Blieb iise Gascht.

2005 nach beinahe 100 Jahren hat sich so Einiges verändert, doch immer noch steht der Gast im Mittelpunkt. Menschen und ihre Geschichten haben das Geschick dieses Hauses geprägt und werden dies auch weiter tun. Die bunte Familie Hirsig mit Mitgliedern aus fünf verschiedenen Nationen ist Ausdruck für die Offenheit gegenüber anderen Kulturen, welche immer wieder im Gletscherblick zusammenfinden. Die drei Familien Hirsig, Branch und Biebl sind heute für das Wohl des Gastes und des Hauses verantwortlich.